Folgekosten für Anwohner - passiven Lärmschutz gibt es nur einmalig und beschränkt die Nutzung


 

An vielen Abschnitten der Gleise wird kein aktiver Lärmschutz erstellt, also keine Lärmschutz-Wälle oder Wände. Wenn der Deutschen Bahn AG zu wenige Anwohner am Gleis schützenswert sind, bezeichnet die Deutsche Bahn es als unwirtschaftlich, hier aktiven Lärmschutz zu bauen, also an der Ursache zu arbeiten.


Bei 7.000 Gebäuden entlang unserer Strecke ist das der Fall. Das hat  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG am 13.09.2016 im Ständehaus in Düsseldorf öffentlich bestätigt.  Da auch Mehrfamilienhäuser betroffen sind, geht es um bis zu 80.000 Menschen.
 

Diese Anwohner bekommen dann passiven Lärmschutz, also Isolier-Fenstergläser, Lüftungsanlagen (weil man die Fenster wegen Lärm nicht öffnen kann) oder eine Dämmung der Häuser. Das ist für die Bahn billiger und einfacher. Aber nur im Wohn-und Schlafzimmer. Nebenräume wie Bad und Küche dürfen weiter im Lärm ersticken.


 

Leider wird nur eine Einmal-Zahlung von der Deutschen Bahn AG gewährt, die Folgekosten (Gläser verlieren nach Jahren die Wirkung, Lüftungsanlagen müssen gereinigt und gewartet werden etc.). Wer also seine Terrasse und den Garten wegen dem Lärm schon nicht mehr nutzen kann, wird nochmals bestraft, wenn Ersatz-Investitionen anstehen. Falls mal eine Küche zum Kinderzimmer werden soll... Pech gehabt! Umnutzung der Gebäude geht nicht mehr.


 

Dagegen muss man sich per Klage wehren, manche Gerichte geben Anwohnern dann auch Recht, hier ein Beispiel:


 

http://openjur.de/u/95375.html


 

OLG Hamm Urteil vom 4. August 2003 · Az. 16 U (Baul) 2/03 -Entschädigungen wegen Verkehrslärmeinwirkungen

 

Als Betroffener können Sie sich an die Entscheider wenden: 


 

  • die Bundesregierung,
  • den Petitionsausschuss des Bundestages sowie
  • die Abgeordneten Ihrer Region

 


 


 

Hier Info &  Musterbriefe zum Download:


 


 


 


 

 

 

  

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